Wolfgang Friedrich von Müllinen – das bernische Seeland 1895

Seeland heisst der von den Juraseen, den Möösern, Aare und Zihl begrenzte Theil des Kantons Bern, welcher die Amtsbezirke Aarberg, Erlach, Nidau und Büren umfasst

Genau gezogen war diese Grenze nie; jeweilen galten die neuen Erwerbungen, die man den genannten Aemtern zutheilte, als zum Seeland gehörig, so dass dieses am rechten Aareufer sich bis auf eine Nähe von 2 Stunden von Bern erstreckt.

In neuerer Zeit wird auch Biel dazu gerechnet. Historisch genommen ist das Seeland das Herrschaftsgebiet der Grafen von Neuenburg deutscher Linie; Biel war ein Theil des Bistums Basel.

Eine Ortsbezeichnung Seeland (Sellant) wird 1264 zuerst erwähnt. Damals trug ein Gut bei Lyss diesen Namen.

Im östlichen bergigen Theile, rechts an der Aare, wird Ackerbau getrieben. Auch fehlen da schöne Waldungen nicht; an Fruchtbarkeit steht er jedoch dem Oberaargau nach. Im Westen steht der Weinbau in hoher Blüthe und in dem gewerblichen Biel und seiner Umgebung bietet die Uhrmacherei Verdienst.