Brune beteuert neuerdings, die französischen Soldaten kämen nur aus Freundschaft und nicht , um Land  und Gut weg zunehmen

Im Augenblick, in dem Brune den Kampf eröffnete, erließ er eine neue Kundgebung «an die Bevölkerung des Kantons Bern und der andern Teile der helvetischen Eidgenossenschaft» Es hieß in der Proklamation:

«Die braven Soldaten, die ich kommandiere, sind gezwungen, einen Teil eures Gebietes zu betreten. Schöpfet daraus keinen Argwohn ; sie sind eure Freunde, eure Brüder. Sie stehen unter den Waffen gegen die Tyrannei, die euch unterjocht. Eure Bedrücker, eure grausamsten Feinde, werden sich

rühren, um euch die Furcht einzulößen, daß die französische Regierung bei diesem Anlaß ihr Gebiet auf Kosten des eurigen vergrößere.

Eure edlen und hochherzigen Seelen werden diese hinterlistigen Einflüsterungen von sich weisen.

Nein, die französische Republik will nichts von alledem sich aneignen, was zur helvetischen Eidgenossenschaft gehört. Nicht als Eroberer, nur als Freunde der würdigen Nachkommen Willhelm Tells, nur um die schuldigen Räuber eurer Freiheit zu strafen, befinde ich mich in diesem Augenblicke mitten unter euch.

Fern sei also von euch jede Sorge um eure persönliche Sicherheit, euer Eigentum, euren Gottesdienst und um eure politische Unabhängigkeit. Die französische Regierung verbürgt sie euch. Ich schwöre darauf bei ihrer Liebe zur Freiheit»

Mancher törichte Berner glaubte, was er da las. Er dachte: Wir haben also nichts zu befürchten. Deshalb war er nicht bereit, mit ganzem Ernst zu kämpfen.