Namen fremdsprachigen Ursprungs

Ein besonderes Stück Heimatkunde ist die Namenforschung. Meine Ausführungen betreffen nur eine Auslese von Namen. Da das Seeland an der Sprachgrenze liegt, stellt es in dieser Beziehung eine heikle Aufgabe.

Die Städte Petinesca am Jensberg und La Tène am Neuenburgersee waren schon in der Römer- und Keltenzeit Zentren, die auch in der Namenwelt Spuren hinterlassen haben.

Die älteste Namengruppe sind die Flussnamen, sie sollen keltisch sein. Zur Forschung kommen in dieser Gruppe die Wortstämme in Betracht.

Ar soll «eilen›› bedeuten nach Buck, während der Gelehrte Hubschmied annimmt, Arura-Aare bedeute den Dämon eines Adlers im Wasser.

Im Bernbiet ist aus der Römerzeit einzig Petinesca auf der Peutinger Tafel, urkundlich erwähnt.
Orpund ist zusammengesetzt aus einer keltischen und einer römischen Silbe und bedeutet Orbebrücke - Zihlhrücke.

In Spins besaßen im 14. Jh. die Edelknechte «Von Espindes» (heute Ependes) ein Mannlehen der Grafen von Aarberg. Grafen und Edelknechte sind verschwunden, aber der einstige Scheuerhof heißt seither Spins.