Geschichtschronik von Studen

Die ältesten Siedlungsreste unserer Gegend sind die Knebelburg und der Keltenwall auf dem Jäissberg- Diese Befestigungsanlage erinnert daran, dass hauptsächlich auf der Westseite des Jäissberges ein besiedelter Mittelpunkt der Region war (Helvetier).

Diese keltischen Siedlungen wurden aber aufgegeben. An ihre Stelle trat eine dorfartige Siedlung am Osthang und Fusse des Jäissberges mit dem überlieferten Namen Petinesca. Ihr kam als Etappen-Militärstation an der grossen Süd-Nord-Verbindungsstrasse Oberitalien-Rhein besondere Bedeutung zu. Die Errichtung der Station geht ins Jahr 58 v.Chr. zurück und diente dem Schutz der Strasse von Aventicum (Avenches) nach Salodurum (Solothurn) und der von Petinesca abzweigenden Strasse durch den Jura (Pierre Pertuis – Basel).

Mit der Militärstation verbunden war ein auf den östlichen Abhängen des Jäissberges breit angelegter Tempelbezirk. Diese Anlage war das Zentralheiligtum der Region. Viele Ausgrabungen aus den Jahren 1898 – 1904, 1937 – 1939 zeugen heute von der Vielfalt und vom Reichtum dieser Kultstätte. Reichhaltige Funde wie Münzen, Keramikteile u.a.m. sind im Museum Schwab in Biel zu sehen.