Pieterlen katholisch
Eine Notkirche
Die St.Martins-Kirche von Pieterlen ist eine Notkirche oder ein Provisorium. Es handelt sich um einen Barackenbau, der allerdings nach beinahe fünfundzwanzig Jahren noch recht gut erhalten ist.
Neu begonnen hat in Pieterlen das römisch-katholische Kirchenleben rund vierhundert Jahre nach der Reformation. Im Kriegsjahr 1940 organisierte die Pfarrei Grenchen in Pieterlen - später auch in Lengnau - nebst dem Religionsunterricht auch noch sonntägliche Gottesdienste.
Vom Jahre 1948 an wurden die italienischen Gastarbeiter durch die Missione Italiana von Biel aus betreut, was in den fünfziger Jahren bewirkte, dass die Pfarrei Sankt Maria in Biel den gesamten Seelsorgerdienst in den Gemeinden Pieterlen, Lengnau und Meinisberg übernahm.
Die zunehmende Aktivität, gleichlaufend mit dem Wachstum der römisch-katholischen Bevölkerung, führte dazu, dass am 16. Dezember 1956 im Dorfe die heutige St.-Martins-Kirche geweiht werden konnte. Bereits ein Jahr zuvor wurde der offizielle Kirchensteuerbezug (zehn Prozent des Staatssteuerbetrages) eingeführt.
Rund zehn Jahre darnach, 1967, wurde eine eigene Pfarrei (mit Pfarreirat) geschaffen und auf den 1. Januar 1970 folgte die Gründung der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Pieterlen- Lengnau-Meinisberg. Der einfache Barackenbau mit einem Vorplatz und einem Glockentürmchen vermag 150 Gläubige zu fassen.