Rapperswil in der Kartografie

Schon die Römer haben eigentliche Strassenkarten angelegt, um einen Überblick über die Distanzen im römischen Reich zu erhalten. Die meisten dieser Karten sind jedoch nicht mehr erhalten.

Das Jahr 1479 bezeichnet man als den Beginn der schweizerischen Kartografie. Der Dekan von Einsiedeln, Albrecht von Bonstetten beschreibt als Erster in der <<Superioris Germaniae Confoederationis descriptio»  Beschreibung der oberdeutschen Eidgenossenschaft - in einer grafischen Darstellung die Eidgenossenschaft. Eine Besonderheit ist, dass die Karten nach Süden orientiert gezeichnet sind.

15 Jahre später verfasste der Humanist, Arzt und Astrologe aus Zurich, Konrad Türst, eine neue Karte und revolutionierte die Kartografie im modernen Sinne. Er verfasste eine Beschreibung der Eidgenossenschaft unter dem Namen «De situ Confoederatorum descriptio» - Über die Lage der Eidgenossen oder Beschreibung Helvetiens samt einer Landkarte. Diese Karten waren nicht sehr genau und es wurden lediglich wichtige Städte und Klöster eingezeichnet. Berge und Wälder wurden grün gefärbt und die Seen fantasievoll, nicht unbe

dingt der Realität entsprechend, blau gezeichnet. Konrad Türst war der Erste, der den Karten einen künstlerischen Wert verlieh.

Schoepf 1578

Schöpf Karte um 1578