Fanel
Vanel(Vannel) französisch Poissine
Wirtshaus mit Fähre über die Zihl, zwischen der Zihlbrücke und der Zihlmündung in den Neuenburgersee, in der Pfarre Gampelen, Amtsbezirk Erlach. Die Entfernung beträgt von Bern 8 ½, von Gampelen ½ und von Erlach 2 ¼ Stunden.
Am 9. Juni 1242 erkaufte Graf Rudolf von Neuenburg- Nidau mit Einwilligung seiner Brüder der Abtei Erlach den Fischfang (piscina) zu Vannel mit seinen Rechten in der grossen Zihl um 130 Pfund. (FRB II. 232-233) von dieser piscina leitet sich der französische Name Poissine des Ortes her.
Die Abtei verlieh 1519 Haus und Hof und Fischenzen an einen Bernhard Eberli (St. Johannsenbuch II. 216)
Ein Eberli von Vanel verkaufte 1527 Reben zu Tschugg an Niklaus Manuel (siehe den Artikel Tschugg).
Am 24.März 1780 verkaufte Samuel Thaillet das Vanelgut um 6000 Kronen und 6 Dublonen Trinkgeld an Hauptmann Gottlieb Fischer, der es im Juli 1783 um 7200 Kronen an Bern weiter veräusserte (Erlachbuch II 173,180)
Jn der Nähe befindet sich das Arbeiterheim Tannenhof, eine am 5. März 1889 gegründete wohlthätige Anstalt, die hülfbedürftigen Arbeitslosen und auch entlassenen Ströflingern Arbeit und Unterkommen gewährt.
Eine kleine Ansicht von Fanel gibt ein Karte aus dem 17. Jahrhundert im Schauenburgischen Kartenband, den das Generalstabsbureau besitzt, sowie S.Bodmers Plan und Grundriss der Landmarch von Bern 1705 im Staatsarchiv Bern.
Literatur: Jahn 380 (Artikel Gampelen) Rämy 238, Durheim I 90, N. F.v.Mülinen Lexikon III 281 Mss, , Top.Karte 136