Epsach

? Ebza 1244

Dorf in der Pfarre Täuffelen, Amtsbezirk Nidau. Es liegt an der Strasse, die von Jens nach Täuffelen führt, zwischen der waldigen Höhe und dem Moose, gegenüber Walperswyl. Die Entfernung beträgt je 20 Minuten von Täuffelen und Walperswyl, 1 ¾  Stunden von Nidau und 5 ½ Stunden von Bern.

Das Dorf hat in 47 Häusern 300 Einwohner. Die Gemeinde Epsach umfasst das Dorf, Baar und Klus und hat 380 Einwohner in 58 Häusern.

Jm Torfmoore wurden vor 20 Jahren Reste einer hölzernen Hütte, 2 schöne Bronzebeile und in der Nähe eine keltische Lanzenspitze gefunden. (F.v.Fellenberg im Anzeiger für schweizerische Alterthumskunde 1871, s.286)

Altes Gemäuer in der Richtung gegen Gerolfingen ist , ob mit Recht bleibe dahingestellt, der Römerzeit zugeschrieben worden. Dass die Römerspuren zwischen Epsach und Walperswyl auf eine römische Befestigung hinweisen, ist ebenfalls fraglich (G- de.Bonstetten, Carte arch. Du Canton de Berne p. 14)

Jn einem Streite zwischen dem Teutsch Orden und Ritter Peter, Meyer von Büderich, wurden die Güter zu Ebza und Wiler dem ersteren zugesprochen 1244; Ritter Peter aber erhielt sie als Lehen auf Lebenszeit (FRB V 253)

1345 verkaufte Rudolf von Sutz, Burger zu Bern, Einkünfte von Gütern in Epsach an Gottstatt (FRB VII 135)

Der Zehnten gehörte den Freien von Grünenberg; nach ihrem Aussterben belehnte Bern damit den Thüring von Ringoltingen 1456.

Epsach bildete mit Täuffelen, Gerolfingen und Hagneck eines der 6 Viertel der „obern Grafschaft“ des Landgerichts Nidau.

Der Schultheiss Hans Rudolf von Scharnachthal und Jakob vom Stein verkauften 1509 unter anderen Bodenzinsen einen solchen zu Epsach an Rudolf Huber, Bauherrn und der Raths zu Bern. 1588 gehörte er der Frau Verena von Lanten, genannt Heyd, Witte des Junkers Bartlome Ammann von Bern, 1627 Rudolf Tscharner und 1642 dessen Sohn Bernhard. Die betreffenden Güter zu Epsach hatten ausserdem an das Schloss Nidau, die Stift zu Bern, Gottstatt und die Pfrund Nidau zu zinsen. Von Epsacher Bauern werden 1588 genannt: Hans Bysch, der Ammann, Hans Sorgen, Hans Rickli, Turs Ganz, Peter Knecht, Peter Husen, Hans Struch, Peter Schürer, Hans Löffel, Bendicht Lyb, Hans Hasen, Jakob Hofmann, Konrad Helbling, Ulli Wälti. (Rodel im Besitze von Herrn Professor Lotmar in Bern)

Von einem Geschlechte von Epsach sind bekannt Walther und sein Sohn Johannes, die in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts lebten (FRB VII 203)

Aus Epsach stammen die Hartmann, die in Bern (auf Affen) eingeburgert sind. Peter Hans Hartmann, ein Dachdecker, ward 1632 zum Burger angenommen. Er ist der Stammvater des jetzt noch bestehenden Geschlechts (Genealogie Hartmann)

Etymologisch

Epse, ts- in Ebza 1244, in villa de Epzach 1345, 1346, Epsach 1370, in Epzach 1376, ze Eppsach 1425, von Epsach 1439 in Epsach I

Epse- einig Sutz I, -mös Hagneck/Walperswil I

Hieher ?: ebsemös I Kallnach (Distanz Kallnach- Epsach 4-5-Km; dazwischen liegen die Gemeinden Bargen und Walperswil

Gallorömisch – acum- Fügung mit PN Albidius; vgl. Aebischer ZONF 3, 1927/8, 32