Convalet

Couvalet, Gufelät, Confellet 1329, Comphellet, Cumphellet 1334, uf der wueste zu Confellet 1340, Conflet 11353

Ein Haus und Rebgut am nördlichen Ufer des Bielersees, in der Gemeinde Tüscherz und Alfermee, Kirchgemeinde Twann, früher Sutz, Amtsbezirk Nidau.

Schon im 13. Jahrhundert erwarb das Kloster St. Urban Reben am Bielersee, so von Ulrich von Thorberg 1239 (?), 1256 von Heinrich und Hugo von Kriegstetten zu Schünen (FRB II 434) und 1331 von Johann von Flueh (?). 1334 ertheilte Graf Rudolf III von Neuenburg der Abtei die Erlaubniss, « zu Comphellet an dem Stade, da ir trotte stat» ein Haus zu erbauen und versprach, sie in ihren Reben zwischen Comphellet und Schünen überhaupt zu schützen. (FRB VI 98) 1339 kaufte St.Urban die Reben des Ulrich des Mans zu Schünen (FRB VI 464) Wie dieser, so verpflichtete sich Berchta Schedellins für den Bau der Reben  zu Confeller (FRB VI 546,547) Von Heinrich Buch von Twann kaufte St.Urban 1353 noch ein Haus in Convalet (FRB VII 698)

Der Name,1329 zuerst erwähnt (FRB V 709) soll vom Abschiedsgrusse convalete herrühren, den die St.Urbaner Mönche den Brüdern, die sie besuchten, zuriefen.

1848, nach der Aufhebung des Klosters, wurde das stattliche Gut um 137'000 Franken verkauft. Die Gebäude mit Umschwung erwarben die Herren Verdan und Moser, verkauften sie aber später der Gemeinde von Tüscherz-Alfermee. Bei dem Bau der Eisenbahn wurden die Gebäude abgetragen. Die Reben kamen in mehreren Stücken an Bürger der Gemeinde und haben seither mehrmals ihre Besitzer gewechselt. (Gef. Mittheilung des Herrn Gemeindeschreibers K.Gräub)

Gottsatt hatte Zehnten von Convalet zu beziehen (Pagan 134)

Die Ortschaft gehörte mit Tüscherz und Alfermee zum Stadtgericht Nidau.