Bühl

Bule 1262,1267, Buhel 1293

Dorf und Gemeinde von 239 Einwohnern in 40 Häusern in der Kirchgemeinde Walperswyl Amtsbezirk Nidau. Bühl liegt an der Bern-Aarberg-Nidaustrasse, auf einer Anhöhe am nördlichsten Theil des Grossen Mooses. Die Entfernung beträgt von Walperswyl ½ Stunde, von Nidau 1 ¼ und von Bern 5 Stunden.

Es wird hier neben Ackerbau auch Rebcultur betrieben.

Von Bühl bezogen die Grafen von Kyburg 1262 einen Zins; Bühl wurde zu ihrem Bezirke Oltigen gerechnet. (FRB II.539). Der Ritter Heinrich von Mattstetten 1267 verschiedene Güter im Seeland, kyburgische Lehen, darunter Zinse zu Bühl. (FRB II.688) 1293 ertauschte der Junker Johann von Oltigen von der Abtei Frienisberg deren Güter in Bühl (FRB III.563)

Johann von Mörigen überliess 1347 seinem Bruder Conrad die Zehnten von Bühl und Mörigen, die er vom Grafen von Nidau zu Lehen trug. (FRB VII.278)

Bühl, in der Grafschaft Neuenburg-Nidau gelegen, kam mit dieser am Ende des 14.Jahrhunderts anBern. Mit Walperswyl bildete es einen der 6 Viertel des Landgerichts der „obern Grafschaft“ der Landvogtei Nidau. Jn der Helvetik zum Districte Seeland gehörig, kam es 1803 wieder an das Amt Nidau.

Feuersnoth suchte Bühl am 9.Juni 1779 und am 14.April 1814, während der Einquartierung von österreichischen Truppen heim.

Burgergeschlechter von Bühl: Krebs, Nikles, Struchen, Will (Rämy 322)

Etymologisch

Büeu, Bule 1261-1263 (um 1420 Kopie) apud Bule 1267, de Buhel 1293, ze Bule 1335 usw.

Bühl kleine bis mittlere Erhebung; Hügel, Anhöhe mhd. Büel, bühel, <Hügel>