Bipschal

Franz Bévesdier (Bipschol 1311, Bypschal. Pipscthal 1534

Eine Häusergruppe zwischen Ligerz und Twann am Bielersee, Kirchgemeinde Ligerz, jetzt Twann, Amtsbezirk Nidau ( in 8 Häusern 40 Einwohner, die meist Weinbau treiben)

1311 verpfändeten Eigenleute des Junkers Johann von Ligerz an die Wittwe Jta Sorg von Biel mit seiner Einwilligung unter andern Weinbergen am Bielersee auch einen solchen in Bipschal. (FRB IV 474)

Heinrich genannt Zegellin und seine Frau Ponsa verkauften einen Weinzins zu Bipsschal an die Nonnen von Fraubrunnen Jtina und Anna, genannt Butwelin, am 18.Juli 1318 (FRB V 33), Amiet, Regesten von Fraubrunnen Nr. 126)

Ein Johann Spitteler, gesessen zu Bipschal, schuldete 1393 dem Kloster Fraubrunnen einen jährlichen Zins von einem Saume Weins, abwechselnd rothen und weissen (Amiet, Nr.302)

Perinus, Sohn des Hugnetus, Burgers zu Neuenstadt, schuldete im Anfang des 15. Jahrhunderts an Fraubrunnen einen halben Saum weissen Wein ( Amiet Nr, 355)

Das Fraubrunnen- Reburbar von 1534 verzeichnet „Zynszwin zuo Bypschal in der Kilchhöry zu Ligirtz: Ab den reben der Stapfen ob dem rossweg. Ab einem acher im Dorff, zuo Bredelsz sindt dry Jucharten, uff dem Dessenberg. An wisem win 1 saum, 2 fiertel. Der Gross Spital zuo Bern gitt jährlichsz Zinsz win ab dem Huasz und trüll zuo pipscthal 2 fierttell“ (Amiet Seite 177)

Das Spital von Bern besass 1480 ein Haus zu Bipschal (Steck, historische Nachrichten über den Spital II.141) ; auch befand sich dort ein obrigkeitliches Zehnthaus.

Zur Herrschaft Ligerz gehörend, kam Bipschal mit derselben an Bern und zwar zum Amte Nidau )(siehe den Artikel Ligerz)