Bangerten

1263 villa Bongarten, 1279 Boumgarten, 1352 Bangarten, das heisst Baumgarten

Kleines Dorf mit 1 Schule, 1800 mit 11 Wohnungen, 1827 11 Häusern. Es liegt südlich von Messen (SO) und Scheunen, nordwestlich von Jegistorf, zwischen Münchenbuchsee und Messen 1 ¼ vom Amtssitz. Die Einwohner, deren im Jahr 1827 60 waren, sind gute Landwirthe.

Etymologisch

Banerte ds, (Dorf, Gemeinde) (hierher ?) Heinricus de Bongarten 1255, aput villam Bongarten 1263, in villa Bongarten 1276, in Boumgarten 1279, in villa et territorio in Bongarthen 1306, pratum situm ze Bongarten 1310, daz gut ze Bongarten 1312, ze Bongarten 1389, zem Bongarten 1390, die acher von  bomgarten 1421, boumgartenn 1528, zu Bangartten 1575, Banggarten 1580/81, Bangerten (kleines Dorf) 1838 Bangerten II

Schwzd. Bangert, Bangart ist eine regionaale Variante zu Boumgarte (s.d.) Bereits im mhd. BW boum stm. <Baum,Baumstamm> ist der Nasal -m- unter dem Einfluss des gutturalen Verschlusslautes -g- assimiliert (m>n>n) und der Diphthong – ou- zu -o- monophthongiert worden (gvl. Dazu Sonderegger, Appenzell, 189f und die Belege der Gemeinde Bangerten bei Dieterswil und Bangerten bei Worb) Der seit dem 16.Jahnrhundert dokumentierte Wechsel von -o- zu -a- ist evtl. von einer Anlehnung des BW an Baan/Bann (s.d.) beeinflusst (s.Id II. 437) Das mhd. GW garte <Garten> wurde durch die Akzentuierung des BW gekürzt und der Tonvokal -a- zunehmend abgeschwächt (s.Burri, Worb 280; Id II, 437) vgl. auch Bungerte