Worben
Worben 1301, Ober- und Niederworb 1382
Ober- und Niederworben, Dorf und Gemeinde von 682 Einwohnern in 58 Häusern in der Kirchgemeinde westlich vom alten aarebett, von Bern 5 ½ , von Nidau Bürglen, Amstbezirk Nidau, südlich von Jensberg und 1 ½ Stunden entfernt. Jn Worben sind römische Münzen gefunden worden, was bei der Nähe von petinesca sich leicht erkläsen lässt.
Um das Jahr 1300 hatte die Dorfschaft einen Prozess mit dem Kloster Frienisberg über das Schwigholz bei Werdt, der 1301 zu Gunsten des Klosters entschieden wurde (FRB IV.71) Frienisberg bezog bis zur Reformation einige Zinse aus Worben (Frieden, das Kloster Frienisberg 103,106) Auch Gottstatt war in Worben begütert (FRB VII. 513, 649)
Die beiden Dörfer gehörten zu den sogenannten iselgauischen Gütern, die nach Rudolfs IV. Tode an seine Schwester Anna von Kyburg fielen, 1382 an Freiburg verkauft wurden, nach dem Kriege von 1388 und nach langem Prozesse 1398 an bern übergingen und dem Amte Nidau7 einverleibt wurden. Vor 1798 gehörte Oberworben zum Amte Nidau, Niederworben mit dem Bade zum Amt Aarberg (Pfarre Lyss). Vereinigt und Nidau zugetheilt wurden sie erst in diesem Jahrhundert. Nach Lyss musste die Ortschaft noch im letzten Jahrhundert die Primiz entrichten (Pagan 135)
Das Worbenbad (mit eisenhaltiger Mineralquelle) wurde am Ende des letzten Jahrhunderts von seinem Besitzer Herrn Roth und 1831 von dessen Sohn vergrössert.
In Worben befindet sich die seeländische Armenanstalt.
Laut Akten des Kriegsministeriums in Paris stammte der general Johann Adam Mayer aus Worb oder Worben im Kanton Bern. Geboren in zweibrücken den 25.Dezember 1748, diente er als Unteroffizier in der französischen Schweizergarde, gehörte 1792 zu den Agentern der revoluition und machte so schnell, wie es in der französischen republikanischen Armee öfters vorkam , Carriere. Als Brigadegeneral gehörte er zur Mosel-Armee, als Divisionsgeneral zur Nord- ,dann zur Ardennen-Armee. Er starb in Bergzabern den 22. Dezember 1808. Es scheint sich aber weder in Worb noch in Worben eine Spur seiner Familie vorzufinden (R. de Steiger, les Généraux Bernois 57)