Winterswyl
Winterswilere 1131 (?) Winterswile 1250, Winterswiler 1285
Zwei stattliche Bauernhöfe in der Einwohner- und Kirchgemeinde Schüpfen, Amts Aarberg , rechts von der alten Bern-Aarbergstrasse zwischen Meykirch und Frienisberg gelegen, ½ Stunde von Schüpfen und Meykrich, 20 Minuten von Frienisberg, 1 ½ Stunden von Aarberg und 2 ½ von Bern entfernt.
Der Zehnten von Winterswyl gehörte als Rechislehen den Grafen von Buchegg. 1250 trugen ihn der Freie Kuno von Rüti und Ritter Heinrich von Schüpfen zu Lehen. Diese gaben ihn 1250 dem Grafen Peter von Buchegg wieder auf, der ihn an Froienisberg vergabte. Heinrich von Schüpfen aber hatte den Zehnten der Wittwe dfes Conrad Spilmann verpfändet; Frienisberg musste die Pfandschaft noch lösen, was 2 Monate nach der Vergabung geschah. Es waren die Kyburg Grundherren und von ihnen hatten die Ritter von Schüpfen ihn zu Lehen. Diese traten allmählich ihren Besirtz an Frienisberg ab.
4 ½ Schupposen, eine Ofen und ¾ des Halse Walde im Dorfe schenkte Peter von Schüpfen, Rudolfs Sohn, 1269 den Johannitern von Buchsee. Ritter Rudolf von Schüpfen und die Seinen verkauften 1271 der Abtei Frienisberg 4 Schupposen und oihr Allod Kalchofen in Winterswyl mit Twing und Bann um 40Bern Pfund; bis von den Grafen Rudolf von Hanbsburg, Hugo von Werdenberg und der jungen Gräfin Elisabeth von kyburg die Bestätigung erfolgte, war die Mühle zu Schüpfen das Pfand des Verkaufs. Andere Güter zu Winterswyl erhielt Frienisberg von mechthild von Seedorf 1285 und von den Johannitern erkaufte die Abtei 1303 die 4 ½ Schupposen und die ¾ des Haslewaldes, die Peter von Schüpfen ihnen geschenkt, so wie die Güter „Radelfingen“ und „Sprnglisgütli“, den halben Wald Habtal, den halben Wald Talachern, alles im Dorfbann von Winterswyl, um 90 Pfund Denare (FRB II. 320,325, 718, 764, III. 132, 385, IV. 168) 1380 trat Frienisberg die Gerichte zu Büetigen und Seedorf mit vielen Dörfern, darunter Winterswyl, käuflich an Bern ab. (Blösch, 35) die geistliche Hoheit mit den geistlichen Rechten dagegen behielt es bis zur Reformation. 1528 hatten Hans Zinsmeister und Bendicht Wieland, die jeder zur Hälfter den Hof zu Winterswyl besassen, dem Kloster 9 Mütt Roggen, 9 Mütt Hafer, 4 Hühner, 9 Hähne und 100 Eier zu entrichten. Jn diesem Jahre wurde der Kornzehnten um 12 Mütt verliehen (Frieden , das Klosetr Frienisberg 102-108)
Von der Reformation bis zur Revolution blieb Winterswyl beim Amte Friensiberg; nach der helvetik, die es dem districte Landgericht Zollikofen zugetheilt, kam es zu Aarberg.
Johann Friedrich von Werdt (Geb 1776) Sohn des Pfarrers Samuel besass ein Gut in Winterswyl, in dem er eine vortreffliche Obstbaumschule anlegte. Er starb daselbst den 27.Mai 1837