Wahlendorf

Waladorf 1324

Dorf in der Gemeinde Meykirch, Amt Aarberg südlich vom Castelenhubel des Frienisbergs, von Meykirch ½ , von Aarberg 1 ¾  und von Bern 2 ½ Stunden entfernt. Es hat in 51 Häusern 354 Einwohner; ein kleiner Theil des Dorfes, nach Jahn 2 Häuser, gehört zur Gemeinde Wohlen.

Vielleicht einst zum Besitz des Grafen von Thierstein gehörig, ging Wahlerndorf frühe an Froienisberg über. Das Dorf schuldete dem Kloster Zins und Zehnten „in matten, an ufbrüchen, in achren, an weiden old an jungen zenden, wie von alter har kommen were“ und weigerte sixch 1324, sie zu entrichten. Da klagte der Abt bei Bern und dieses ordfnete ein Schiedsgericht an, das Meykirch zusammentrat. Jm Namen der Dorfschaft edrschienen Claus Sterro, Jenni Kums, Jacki Retich, Peter Lacho, Heini Buch, Jenni Gürtelli, Jenni Willis, Wernli Berchton, Ulli Schmocho, Walther Rümikomo. Johann von Bubenberg entschied am 26.Mai 1324: Die Dorfleute sollen dem Abt gehrosam sein und den zehnten entrichten „waz derpflug ert und ufbricht, es sig in ackren old in matten und darnach von allen früchten mit Höwzenden , jungen zenden, hüüren,pfennig-zinsen, wie von alter har“, nach hartem Winter oder Hagel aber nur die siebente Feldgarbe statt Zins und Zehnten (FRB V.411) 1380 veräusserte Frienisberg einen Teil seiner Gerichte, zu dem auch Wahlendorf gehörte, an Bern (Blösch, grosse Festschrift 35), Das Dorf hatte noch dem Kloster Geld-, Wein-,Korn- undHühnerzinse zu bezahlen. Der Kornzehnten wurde 1528 um 30 Mütt verliehen (Frieden , dfas Kloster Frienisberg 102,108) Als Frienisberg in der Reformation zu einem Amt umgeschaffen wurde, blieb Wahlendorf bei demselben. Jn der Helvetik gehörte es zum District Landgericht Zollikofen und von 1803 an zum Amt Aarberg.

Von einem Geschlechte von Waladorf sind bekannt, Burkhard 1305 und Ulrich 1316 (FRB IV. 210, 666)