Sieben Eichen
Unter lieben Frauen zu den Sieben Eichen
Früher ein Wallfahrtsort zwischen den Höfen von Gurzelen und Oberbudley, an der Strasse von Lüscherz nach Erlach, in der Kirchgemeinde Vinelz, Amtsbezirk Erlach.
Hier errichtete der Vogt Niklaus Selzach von Erlach 1513 eine Kapelle, die halb darauf der Schauplatz argen Aberglaubens wurde. Eine Katharin Tüfers von Thunstetten, Frau des Uli Wildermut, erzählt Anshelm, habe im Bunde mit dem Teufel allerlei Wunderr gewirkt, so dass ein grosser Zulauf entstand und ein köstlicher Neubau aufgeführt werden konnte. Wohl wurden Stimmen laut, welche die Verbrennung der Here und ihrer Kapelle verlangten; aber der Bischof von Lausanne trat selbst für die Wunder ein. Endlich entdeckte man das Treiben und richtete im Oktober 1523 die Tüfers hin. Auch wurde die Kapelle abgebrochen. Noch ist die Oertlichkeit mit Namen angeführt im „ Grundleger der hochobrigkeitlichen Waldungen in der Grafschaft Erlach“ von A.Rüdiger 1718, in Staatsarchiv Bern.
Accessarbeit des Herrn Pfarrer F.Küenzi in Oberwyl i.S. die mir gütigsdt zugestellt wurde. Jahn, Kanton Bern ant. Beschr. 20, verlegt irrtthümlich die Oertlichkeit in die Nähe Mullen. Documentenbuch Erlach zu 1521, 9.April. Besonders verdanke ich die Mittheilungen von Herrn Reg.-Rath Scheurer