Sarbachen
Sarbachen 1185, Sarbach 1287, Sarbachon 1292
Ein jetzt verschwundener Ort am nördlichen Ufer des Bielersees, nahe bei Neuenstadt.
Wie überall am Bielersee, waren auch hier die verschiedensten Herrschaften und Stifte begütert.
Albert von Winingen vergabte vor 1185 eine Eigenrebe zu Sarbachen an St.Johannsen (FRB I.478)das Spital zum heiligen Geist in Bern vertauschte 1260 seine Reben an die Johanniter von Buchsee (FRB II.525);der Teutsch-Orden von Sumiswald verkaufte 1287 seine Güter an Fraubrunnen, das im gleichen Jahre noch die Reben des Hermann von Biel erwarb und von Ortolf von Utzigen dessen Güter, die Lehen von Neuenburg-Nidau waren (FRB III. 426,429, 697, VII.724 andere Erwerbungen IV. 591,592, 607. Amiet, Regesten von Fraubrunnen, Nr. 27,28,46,47,107,108,110,189,367) . Christina Fritag von Biel verkaufte an Bellelay 1292 ihre Eigenreben in Sarbachen um 60 Gulden (FRB III.526)
Ein Geschlecht von Sarbachen, das jedenfalls aus dem Dorfe stammt und in seiner Umgebung begütert aber nicht adlig war, wird um das Jahr 1300 viel erwähnt. Ein Rolinus, vermählt mit einer Jta, hatte einen Sohn Johannes und sein Bruder Peter, vermählt mit einer Bertha, hatte drei Söhne Johann, Peter, Niklaus. Ausserdem sind bekannt Niklaus, der von seiner Frau Mechtild drei Söhne, Peter, Ulrich und Otto hatte, sodann Bernhard, Jmer, Johann genannt Tholin, Jakob und seine Tochter Henriette, Albrecht und seine Frau Willametta. Ein anderer dieses Hauses, dessen Vorname unbekannt, war 1297 Abt des Klosters Gottstatt, zu dem seine Familie in vielen Beziehungen stand (E.F.v.Mülinen, Helvetia Sacra I. 216) Vielleicht sind sie eines Stammes mit der in Bern verburgerten Familie Sarbach, von welcher Enz (Vincenz) 1395 bis 1406 Vogt zu Aarberg und1410 noch des Raths zu Bern war. Dieser Enz hat das Weyermannsgut dem obern Spital in Bern vergabt (FRB I.c. - N.F.v.Mülinens kleine genealogische Stammtafeln III.20)
27.April 1302 Rolin von Sarbachen und seine Ehefrau verkaufen einen Zins von ½ Saum weissen Wein aus dem Weinberg genannt die „neue Setzi“ an das KJloster Fraubrunnen.
Im October 1302 Niclaus von Sarbach und seine Gattin verpflichten sich zur jährlichen Leistung eines Saumes weissen Weins an das Kloster Fraubrunnen von dem Weinberge Mornet im Thale Muntels. Herbst 1308 Jakob Sohn Alberts genannt Trüschier und seine Ehefrau, anerkennen ihre Verpflichtung, einen Saum Wein jährlich an das Kloster Fraubrunnen zu bezahlen.(FRB I-VII divers)