Oberbüren

Weiler von 8 Häusern mit 63 Einwohnern in der Kirch- und Einwohnergemeinde Büren, Amtsbezirk Büren, ¼ Stunde südlich von dem Städtchen, westlich von der grossen Strasse Büren- Schnottwyl- Rapperswyl- Münchenbuchsee-Bern. Die Entfernung von Bern beträgt 5 ¾ Stunden.

Es stand dort eine Kapelle mit einem wunderthätigen Marienbild, dem die Kraft zugeschrieben wurde, miss oder todtgeborne Kinder gesund und lebendig zu machen. Kurz vor der Reformation nahm der Aberglaube hier derart zu, dass mit demgewonnenen Gelde eine neue Kirche mit Thurm und Geläut gebaut werden konnte und dem Kaplan ein zweiter zur Seite stehen musste, deren Häuser und Pfrunden auch reich beschenkt waren. Die Collatur gehörte damals (1518) Junker Hans von Erlach.

Nach der reformation zerstörte der Rathsherr Anton Noll, einer ihrer ersten Förderer, das „Götzenwerk“ auf Befehl der bernischen Regierung.